Bei insgesamt 9 Flügen war es nur eine Frage der Zeit, bis man einen dieser Flüge verpasst. Zu unserer Verteidigung sei jedoch gesagt, dass wir nur bedingt an diesem Schlamassel Schuld haben. Immerhin sind wir bereits knapp 3,5 Stunden vor Abflug von unserem Hotel in Naples losgefahren (für die Strecke zum Miami Airport benötigt man geschätzte 2 Stunden), nur um anschließend in einen dieser völlig unerwarteten Staus zu geraten. Nachdem wir die vermeintliche Unfallstelle endlich hinter uns gelassen hatten, mussten wir “nur” noch unseren Mietwagen vorschriftsgemäß volltanken. Leichter gesagt als getan.
Bevor man nämlich überhaupt seinen fahrbaren Untersatz mit Treibstoff versorgen kann, muss man zunächst einen Mitarbeiter aufsuchen und diesem a) die gewünschte Menge an Benzin mitteilen oder b) seine Kreditkarte hinterlegen. Erst dann wird die Zapfsäule aktiviert (wie man sowas als einfacher Urlauber wissen soll, bleibt mir nach wie vor ein Rätsel). Schnell den Wagen abgegeben, in den Shuttelbus gestiegen und nichts wie auf zum Flughafen. Leider mussten wir beim sogenannten “Self-Check-In”-Automaten feststellen, dass wir wider Erwarten noch gar nicht eingecheckt und somit zu spät dran waren.
Und so wurden wir auf den nächsten, 3 Stunden späteren Flug vertröstet. Den wir natürlich auch nicht erwischten, da dieser bereits ausgebucht war. Sollten wir ursprünglich gegen Mittag in Washington D.C. landen, kamen wir nun um 17 Uhr am Flughafen an, wo sich schon bald das nächste Problem deutlich machte: die Unterkunft. Da wir die glorreiche Idee hatten, den berühmt berüchtigten Independence Day in der ansehnlichen Hauptstadt zu verbringen, gestaltete sich die Suche nach einer passenden Bleibe äußerst schwierig. Kaum ein Hotel hatte noch freie Zimmer, und wenn doch, zu wahrlich überirdischen Preisen.
Natürlich hatten wir erneut keine Internet-Verbindung, was die spontane “Organisation” (wenn man es denn so nennen will) nicht gerade erleichterte. Also hieß es Hotspot suchen, abermals 10$ bezahlen und in letzter Minute eine Übernachtungsmöglichkeit beschaffen. Wenigstens in dieser Hinsicht hatten wir Glück.
//Daniel
Ich denk mal n kleines Chaos muss in jedem Urlaub dabei sein, bei euch is auch kommen, spät aber doch
Das ist eine Verschwörung gegen uns arme europäische Touristen!!
(oder ihr seid’s einfach nur Chaoten
)